4. Blog-Geburtstag: Party & Gewinnspiel

4. Blog Geburtstag Jäger des verlorenen Schmatzes

Das Blogjubiläum macht mich ja immer ein bisschen wehmütig. Der Launch dieses Blogs fällt nämlich zusammen mit dem Start unserer siebenmonatigen Neuseelandreise. Jedes Jahr wird mir vor Augen geführt, wie lange das schon her ist (viel zu lange!).

Unser 4. Blog-Geburtstag macht mich aber auch ziemlich glücklich, wenn ich mir anschaue, wie viel sich seitdem entwickelt hat.

Wie viele treue Leser wir haben. Was für tolle, bestätigende Kommentare ihr uns hier hinterlasst.

Wie unglaublich viel Spaß es uns nach wie vor macht, unterwegs zu sein, in Töpfe zu schauen, Menschen zu treffen, unbekannte Speisen zu probieren, immer mal wieder die eigene Komfortzone zu verlassen, Neues kennenzulernen und jedes Mal ein klein bisschen verändert nach Hause zurück zu kommen. Und natürlich: Unsere kulinarischen Abenteuer und Entdeckungen anschließend mit euch zu teilen.

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Sommer-Roadtrip durch Litauen: Zwei Wochen lang wild campen & wild essen

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„Besonders schön?! Wenn Du besonders schöne Landschaft suchst, musst Du nach Neuseeland, in die USA, nach Venezuela oder Kanada reisen.“ Entweder behalten die Litauer ihre Geheimtipps lieber für sich oder sie sind extrem bescheiden. Als ich vor unserem Roadtrip in einem Reiseforum nach Empfehlungen fragte, waren die Reaktionen nämlich verhalten: „Besonders schöne Landschaft gibt es in Litauen nicht. Aber nette und interessante Orte.“

Ob das stimmt, davon wollten wir uns selbst überzeugen: Zwei Wochen lang erkunden Co-Jäger Johannes und die kleine Co-Jägerin Litauens ursprüngliche Natur abseits vom Trubel der Touristen-Hotspots, die es im Land durchaus auch gibt. Und stellen fest: Litauen kann es sehr wohl mit Neuseeland aufnehmen – zumindest was freies Campen angeht! Auch kulinarische Abenteuer lassen sich im Baltikum erleben.

Langsam rumpelt der alte Volvo über die Geröllpiste, da taucht unverhofft eine große Lichtung im Kiefernwald auf, mit Feuerstellen, ein paar überdachten Bänken und hölzernen Plumpsklos. Stovyklavijeté, Zeltplatz, weist ein Holzschild aus. „Hier könnten wir ja prima Grashüpfer fangen“, findet die kleine Co-Jägerin. Gesagt, getan, hier schlagen wir unser Zelt für die Nacht auf. Wir sind heute in Litauen angekommen, im Dzūkija Nationalpark, im Süden, nahe der polnischen Grenze. Das Wurfzelt ist schnell aufgebaut, und während meine kleine Begleiterin hochkonzentriert den Grillen auflauert, sammle ich ein paar trockene Äste für ein Feuer zusammen. Ein paar Meter weiter schlängelt sich der Fluss Merkys durch den Wald. Leider bleiben unsere Angelversuche heute erfolglos, also gibt es Kartoffeln im Feuer. Dazu für mich ein litauisches IPA; das passt.      Weiterlesen

Frischen Fisch blitzschnell räuchern – zu Hause oder auch beim Campen [Rezept]

20170806_titel_Fisch räuchern leicht gemacht zuhause und beim campen (c) J.Bolz__Jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Frisch geräucherter, noch warmer Fisch schmeckt einfach köstlich. Wie einfach und mit wie wenig Zubehör man Fisch selbst räuchern kann, haben wir von Maori-Koch Charles Royal in Neuseeland gelernt. Wir zeigen euch, wie es geht! 

Angeln ist nicht jedermanns Sache, deshalb eines gleich vorneweg: Diese Anleitung funktioniert auch wunderbar mit Fisch vom Fischhändler!

Auch für Anfänger toll: Angeln in Schweden - hier mit den befreundeten Bloggern von 58gradnord.com

Auch für Anfänger toll: Angeln in Schweden (hier mit der befreundeten Bloggerfamilie von 58gradnord.com)

Wir Jäger des verlorenen Schmatzes halten auf unseren Roadtrips allerdings gerne mal die Angel ins Wasser. Vor allem, wenn das so unkompliziert geht wie zum Beispiel in Schweden: Wir brauchten keinen Angelschein und konnten direkt vom Vermieter unseres Ferienhäuschens eine „fiskekort“ kaufen (für eine Woche hat sie uns 50 Kronen/ca 5 Euro gekostet und galt für die ganze Familie). An der schwedischen Küste darf man sogar ganz ohne Lizenz angeln. Das gleiche gilt für Neuseeland (wo wir unsere ersten Versuche unternommen haben): Überall am Meer darf man einfach so seine Angel auswerfen, nur für Flüsse uns Seen muss man eine Lizenz kaufen; ein Angelschein ist ebenfalls nicht nötig. In Bosnien und Montenegro haben wir es den Einheimischen nachgemacht und hier und da einfach unsere Angel ausgepackt.

Campingtauglich: So haben wir in Montenegro unsere frisch geangelte Forelle geräuchert

Campingtauglich: So haben wir in Montenegro unsere frisch geangelte Forelle geräuchert

Auch deshalb lieben wir diese Räuchermethode, denn sie funktioniert sogar auf einem kleinen Campinggaskocher und mit den wenigen Küchenutensilien, die wir in unserem VW Bus dabei haben. In Schweden habe ich das Räuchern erstmals auf einem Cerankochfeld probiert und selbst das hat geklappt – der Fisch schmeckte anschließend allen. Eine Gasflamme wird allerdings meine erste Wahl bleiben, die Hitze lässt sich damit einfach besser dosieren.

Diese Zutaten braucht ihr, um euren Fisch nach der super simplen Methode des Maori-Kochs Charles Royal zu räuchern    

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Schöner Campen: Hier findet ihr Stellplätze auf Bauernhöfen und in privaten Gärten

20170711_titel_Schöner Campen alternativ auf Bauernhöfen privat kulinarisch budget (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Ihr habt Lust auf Camping, aber nicht auf Campingplätze? Ihr wollt in die Natur und am liebsten dahin, wo sich die Leute nicht gegenseitig auf die Füße treten? Ihr wünscht euch einen Stellplatz mit viel Freiraum, um eure Kinder einfach mal ihr Ding machen und spielen zu lassen?

Wenn die Jäger des verlorenen Schmatzes mit dem Bulli oder Zelt unterwegs sind, sei es nun übers Wochenende oder länger, dann campen wir gerne so naturnah wie möglich. Als Ausblick vor unserem Zelt mögen wir lieber Wiesen, Felder und Wälder als den Zaun und die Satellitenschüssel des Dauercampers gegenüber. Parzellierte Campingplätze, auf denen man dicht an dicht steht, sind für uns das Grauen.

Weil freies Campen leider nicht überall so wunderbar einfach ist wie etwa in Bosnien oder Montenegro, gibt es inzwischen einige Communities und Anbieter, die Campen auf Privatgrundstücken, auf Bauernhöfen und in Vorgärten ermöglichen. Offenbar teilen doch so einige Menschen unsere Sehnsucht nach „wildem“ Camping 🙂 Weitere Pluspunkte: die meisten Stellplätze sind ein Traum für Kinder (zumindest, wenn man darunter nicht Spielplatz, Pool und Animation versteht), sie sind üblicherweise ziemlich günstig und man lernt dort oft die nettesten Menschen kennen.

Weil die Ferien vor der Tür stehen, fassen wir heute mal die uns bekannten Anbieter für Camping „wie bei Freunden“ in einem Blogpost zusammen. Diese Art zu Campen ist übrigens ideal für Kurzentschlossene!

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Auf nach Gränna: Hier werden Schwedens Zuckerstangen gemacht – und ihr dürft es auch mal versuchen!

20170705_titel_Grenna_Schwedens Süssigkeiten-Hauptstadt (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Die kleine Co-Jägerin und ich stehen inmitten von fröhlich-bunten Bonbons, Zuckerstangen und Lollis vor einer großen Glasscheibe und es juckt mich in den Fingern. Nicht etwa, weil ich den Zuckerschock fürchte. Okay, doch, ein bisschen schon… Meine Vierjährige hat nämlich schon hier und da probiert. Aber darauf war ich ja vorbereitet, schließlich besuchen wir heute eine der vielen „Polkagriskokeris“, also: Bonbon-Manufakturen, in Schwedens Süßigkeiten-Hauptstadt Gränna.

Nein, es juckt mich deshalb in den Fingern, weil auf der anderen Seite der Scheibe jemand einen riesigen Klumpen Zuckersirup bearbeitet: Er knetet und zieht ihn, schneidet Stücke mit einer großen Schere ab, beklebt ihn mit bunten Streifen, rollt und dreht ihn. Das würde ich ja auch gerne mal probieren!

  • Tipp: Wenn man sich rechtzeitig anmeldet, darf man in der „Grenna Polkagriskokeri“ auch selbst Bonbons herstellen. Der Preis liegt bei 2450 SEK (ca 250 Euro) für 1-8 Personen.

Beim nächsten Besuch werden wir das unbedingt nachholen! Für dieses Mal bleibt uns nur das Zuschauen. Fasziniert beobachten wir, wie die aus Wasser, Zucker und Essig (!) angerührte und erhitzte Masse von einer Maschine luftig geschlagen wird und dabei eine weiße Farbe annimmt. Und wie diese gut formbare aber offenbar gar nicht klebrige Masse dann mit routinierten Handgriffen in Bonbons, Zuckerstangen und Lollis verwandelt wird.

In unserem Video könnt ihr euch das genauer anschauen:

fand auf Einladung von SmålandsTourism statt und Weiterlesen