Montenegro-Roadtrip: Unsere Tipps für einheimisches Slow Food, freies Campen und die schönsten Straßen

Mit dem Bulli auf den Balkan: Teil 3 unseres Roadtrips führt uns nach Montenegro

Montenegro steht schon lange auf unserer Wunschliste: Es ist ein kleines Land mit abwechslungsreicher Landschaft, ideal für Slow Traveller wie uns. Und es befindet sich in Europa, also in Reichweite unseres Bullis.

Auf der ITB erzählten mir Montenegriner dann auch noch von Cowboys, die mit ihren Herden durchs Gebirge ziehen. Und dass es in der Bucht von Kotor eine früher militärisch genutzte Halbinsel gebe, auf der Leute hippiemäßig frei campen. Meine Vorfreude war deshalb riesig, als wir letzten Sommer für vier Wochen mit dem Bulli auf den Balkan fuhren – über Slowenien (> zum Reisebericht), Bosnien (> zum Reisebericht) und Kroatien bis nach Montenegro. Womit uns das Land ziemlich überrascht hat, welche verlorenen Schmätze wir probiert und ob wir tatsächlich Cowboys und Hippies getroffen haben, erzählen wir euch hier.

Die Bucht von Kotor: Luxusyachten, Schaumparties und sehr gute Restaurants

Von der Bucht von Kotor haben wir so viel Schönes gehört, dass wir unbedingt unsere ersten Tage in Montenegro dort verbringen wollen. Von Dubrovnik kommend, fahren wir an der Adriaküste entlang – und müssen dann erstmal eine Ewigkeit am Grenzübergang warten. Während wir in unserem Bulli ohne Klimaanlage in der Gluthitze schmoren, braust unsere Vorfreude schon mal voraus. Wir sehen uns einen lauschigen Stellplatz auf der Hippie-Halbinsel finden, unsere Hängematte an einen Baum binden und in einer kühlen Brise am Meer chillen, während die kleine Co-Jägerin Sandburgen baut. Und leckeren, frisch gefangenen (womöglich gar von uns…) Fisch essen.

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Am Strand von Igalo

Aber als wir endlich Igalo, den ersten Ort hinter der Grenze, erreichen, finden wir uns plötzlich in einem Wimmelbild wieder. Ihr wisst schon, diese Bücher, in denen jede Seite bis auf den letzten Quadratzentimeter vollgemalt ist. Nur dass es in unserem Bild etwa 38 Grad im Schatten hat und tatsächlich wimmelt. Auf der Straße, am Strand, im Wasser. Von wegen Geheimtipp. Später erfahren wir, dass entlang der montenegrinischen Adriaküste an vielen Stränden Open Air Schaumparties gefeiert werden. Bis nach Deutschland hat sich das nur noch nicht herumgesprochen, es sind vor allem junge und/oder reiche Russen, die hier feiern. Unsere Hippie-Hängematten-Phantasie zerplatzt wie eine Seifenblase.

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3 FRAGEN AN: Belinda und Jarrad Mckay, die in Auckland Māori-Fusion-Streetfood zubereiten

Maori-Fusion-Streetfood bei Puha and Pakeha in Auckland

„Puha & Pākehā“ haben Belinda und Jarrad Mckay ihren Food Truck genannt. Wörtlich übersetzt heißt das: „Gänsediestel & europäische Einwanderer“. „Puha steht hier jedoch stellvertretend für alle traditionellen Zutaten der Māori-Küche“, erklärt Belinda Mckay. „Und die Betonung liegt auf dem „&“ zwischen den beiden Worten.“ Der Name beschreibt nicht nur das Essen, das sie zubereiten, sondern auch die beiden selbst: Der in Manurewa, South Auckland, aufgewachsene Jarrad hat Māori-Wurzeln, während Belinda, die ursprünglich aus Taupō stammt, europäische Vorfahren hat.

Wir haben sofort Appetit bekommen, als wir von dem Māori-Fusion-Streetfood gehört haben, und möchten euch die beiden gerne vorstellen:

1. Welches Essen bedeutet für euch „Kindheit“?

B: Lammbraten mit gebackenem Gemüse (Kartoffeln, Kürbis, Pastinaken, Yams) und dazu Bratensoße. Das kochte meine Oma immer für uns, wenn wir bei ihr waren.

J: Hangi! Es hat diesen ganz besonderen Geruch nach heißer Erde, leicht rauchigem Essen, dampfendem Fleisch und Gemüse, der jedes Mal so viele Erinnerungen bei mir wachruft. Ein Hangi ganz traditionell in einer Erdgrube zuzubereiten, ist sehr viel Arbeit, deshalb kamen immer alle zusammen und halfen. Weiterlesen

Ceviche selbst machen: super einfach, super lecker und pustet eure (verkaterten) Synapsen tüchtig durch [MIT REZEPT]

Blitzschnell selbst gemacht: Ceviche, die peruanischen Sushi, aus rohem Fisch, Limettensaft, Zwiebeln, Chili und Koriander

Taugt Ceviche, das „peruanische Sushi“, auch als Katerfrühstück? Wir haben es am Neujahrstag getestet und das Blitzessen selbst zubereitet.

Es ist erst ein paar Monate her, dass wir zum ersten Mal Ceviche probiert haben. Und gleich mit dem ersten Bissen hat sie uns – Bäng! Boom! Bäng! – so umgehauen, dass wir riesige Fans geworden sind. Es ist die reinste Aromenexplosion: scharf, sauer, salzig, fischig zugleich. Sensationell! Falls ihr nicht wisst, wovon wir hier reden: Ceviche ist das peruanische Nationalgericht (wird aber auch in anderen lateinamerikanischen Ländern gerne gegessen) und besteht traditionell aus gerade mal vier Zutaten:

  1. frischer Fisch
  2. Limettensaft
  3. Chili
  4. rohe Zwiebeln

Peruanische Fischer erfanden dieses göttliche Gericht, das sich im Handumdrehen selbst auf einem winzigen Fischerboot draußen auf dem Meer zubereiten lässt. Durch die Säure der Zitrusfrüchte wird der filetierte, in kleine Happen geschnittene Fisch innerhalb weniger Minuten kalt gegart. Das heißt: das Fleisch wird weiß, behält aber (anders als bei der Zubereitung unter Hitze) seine Bissfestigkeit. Das aus dem Fisch austretende Eiweiß verfärbt den Limettensaft milchig-weiß, das nennt sich dann „Tigermilch“.

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Unser Instagram-Jahresrückblick 2016

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Seit einem Jahr posten wir jetzt auch auf Instagram verlorene Schmätze und Schnappschüsse von unseren Roadtrips. 263 Fotogrüße waren das alleine im ersten Jahr – aus Berlin und Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Montenegro, Spanien, und wenn ich unsere gastronomischen Ausflüge mitzähle, dann kommen noch einige Länder mehr dazu. Ich sag nur: Ceviche! Picadita mit Mole Sauce! Craft Beer aus den USA!

Für unseren Jahresrückblick haben wir aus jedem Monat ein Foto ausgesucht. Ein einziges! Eine verdammt schwere Entscheidung. Wenn ihr schauen wollt, was wir alles ausgelassen haben, könnt ihr euch hier durch unseren Instafeed scrollen. Und hier kommen unsere zwölf liebsten kulinarischen Momente des Jahres 2016:

Unser Instagram-Favorit im Monat Januar

Wir waren bei französischen Freunden in Berlin zum traditionellen Neujahrs-Kuchenessen eingeladen. Die Porzellanfigur im Kuchen, die besonders viel Glück im neuen Jahr verspricht, hat leider jemand anderes gefunden. Aber lecker wars!

Gallette des Rois: Wer findet die Porzellanfigur und wird König? #gallettedesrois #dreikönigskuchen #essenwiegottinfrankreich

Ein von Jäger des verlorenen Schmatzes (@jaegerdesverlorenenschmatzes) gepostetes Foto am

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Der #CivilMarchForAleppo startet in Berlin und wir laufen die erste Etappe mit

Am 26.12.2016 startete der Civil March For Aleppo in Berlin. Wir sind die erste Etappe mitgelaufen

An dieser Stelle geht es bei uns mal um eine ganz andere Reise, die heute in Berlin losgegangen ist: den #CivilMarchForAleppo. Initiatorin Anna Alboth (deren Blog TheFamilyWithoutBorders wir schon lange lesen & lieben) will die Flüchtlingsroute rückwärts laufen, soweit sie eben kommt, um ein Zeichen zu setzen. Wir sind die erste Etappe mitgelaufen. Denn klar könnte auch ich (wie so viele) sagen: Das bringt doch eh nichts. Oder aber wir versuchen es einfach und – wer weiß, was passieren wird? Für uns hat es sich jedenfalls richtig und gut angefühlt, inmitten von optimistischen Menschen aus aller Welt ein Stück des Weges mitzugehen. Wenn ihr mehr über den Civil March For Aleppo erfahren oder auch eine Stunde, einen Tag oder länger mitlaufen wollt, schaut mal hier: http://civilmarch.org. Die Tagesetappen werden dort Stück für Stück bekannt gegeben, auch Spenden sind willkommen.